Lagebericht
Lagebericht

9.3 MaterialScience

Forschung und Entwicklung

MaterialScience wandte im 1. Halbjahr 2011 für Forschung und Entwicklung (ohne Entwicklungsprojekte mit Kunden) 121 Mio € auf, davon entfielen 62 Mio € auf das 2. Quartal 2011. Die Mittel wurden im Wesentlichen für die Erkundung neuer Einsatzbereiche und die Weiterentwicklung der Prozesstechnologien und der Produkte eingesetzt.

Investitionen, Akquisitionen und Kooperationen

MaterialScience investiert kontinuierlich in neue Produktionskapazitäten, um seine Wettbewerbsposition zu sichern.
So plant MaterialScience, die Produktion von Isocyanaten – Rohstoffe für Schaumstoff und Lacke – in Europa und Asien erheblich auszuweiten. Am deutschen Standort Brunsbüttel ist die Erweiterung einer Anlage für Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) geplant, ein wichtiges Vorprodukt für Polyurethan-Hartschaum. Für rund 100 Mio € soll die Jahreskapazität auf 420.000 Tonnen mehr als verdoppelt werden. Die Inbetriebnahme ist für 2015/2016 vorgesehen.
Die Herstellung von Toluyen-Diisocyanat (TDI) – eine zentrale Komponente zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum – soll in Brunsbüttel eingestellt und europaweit am deutschen Standort Dormagen konzentriert werden. Dort will MaterialScience für etwa 150 Mio € eine neue TDI-Großanlage mit einer Kapazität von 300.000 Jahrestonnen errichten, die 2014 in Betrieb gehen soll. Inzwischen wurden die Anträge auf Genehmigung bei den Behörden eingereicht.
Am chinesischen Standort Caojing bei Shanghai ist darüber hinaus die Errichtung einer neuen Produktionsanlage für den Lackrohstoff Isophoron-Diisocyanat (IPDI) vorgesehen – eine Investition in Höhe von 65 Mio €. Die Produktion soll 2015 anlaufen. Das Projekt ist Teil eines geplanten umfangreichen weiteren Ausbauprogramms in China mit einem Volumen von rund 1 Mrd €.
Am nordamerikanischen Standort Baytown plant MaterialScience, während der nächsten Jahre etwa 120 Mio US-Dollar zu investieren – vornehmlich zur Verbesserung von Prozesstechnologien und Energieeffizienz der Anlagen für MDI, TDI und den Hightech-Kunststoff Polycarbonat (PC). Zudem soll die Kapazität der MDI-Anlage erweitert werden.
In der Polycarbonat-Produktion am deutschen Standort Krefeld ist geplant, die Kapazität in den kommenden vier Jahren schrittweise um 70.000 auf 400.000 Tonnen anzuheben. Dafür werden rund 90 Mio € aufgewendet.

Wachstumsmärkte

In den Wachstumsmärkten verzeichnete MaterialScience im 1. Halbjahr 2011 eine Umsatzsteigerung von wb. 10,5 % auf 2.277 Mio €, davon entfielen 1.158 Mio € (wb. +5,6 %) auf das 2. Quartal 2011. Das stärkste Wachstum verzeichneten wir dabei in Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien und Russland. Auch die Region Lateinamerika/Afrika/Nahost entwickelte sich erfreulich und erzielte in der Türkei und in Mexiko deutliche Umsatzzuwächse. Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik war dagegen unterschiedlich. In China mussten wir gegenüber dem starken Vorjahr leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Die übrigen asiatischen Länder entwickelten sich dagegen weiterhin positiv mit dem stärksten Umsatzwachstum in Thailand und Indien. Der Anteil der Wachstumsländer am Gesamtumsatz von MaterialScience betrug im 1. Halbjahr 2011 sowie im 2. Quartal 2011 41,6 %.
Das dynamische Wachstum in der Region Asien/Pazifik begleitet MaterialScience seit Jahren mit Investitionen in Milliardenhöhe.
Letzte Änderung: 28. Juli 2011

http://www.aktionaersbrief-q2-2011.bayer.de/de/wachstum-materialscience.aspx

Copyright © Bayer AG

Seite drucken

Suche

Download Center

Publikationen

Service

Special Interest