Lagebericht
Lagebericht

2. Quartal 2011:

Bayer weiter auf Erfolgskurs

  • Umsatz 9,3 Mrd € (wpb. +5,4 %)
  • Operatives Ergebnis (EBIT) 1,3 Mrd € (+25,9 %)
  • EBITDA vor Sondereinflüssen 2,0 Mrd € (+5,8 %)
  • Konzernergebnis deutlich auf 0,7 Mrd € gesteigert (+40,9 %)
  • Konzernausblick für 2011 bestätigt
  • Erfreuliche Fortschritte bei Innovationsprojekten
  • Effizienzmaßnahmen in der Umsetzung
Der Bayer-Konzern war im 2. Quartal 2011 weiterhin erfolgreich. Den Umsatz konnten wir währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 5,4 % auf 9,3 Mrd € (nominal +0,8 %; Vorjahr: 9,2 Mrd €) steigern. Dazu trug die Geschäftsentwicklung in den Wachstumsländern überproportional bei. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich um 25,9 % auf 1,3 Mrd € (Vorjahr: 1,0 Mrd €). Hierin sind Sondereinflüsse in Höhe von 0,1 Mrd € (Vorjahr: 0,3 Mrd €) enthalten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserten wir um 5,8 % auf 2,0 Mrd € (Vorjahr: 1,9 Mrd €). Diese Steigerungen beruhten insbesondere auf einer guten Saison in der nördlichen Hemisphäre für CropScience und einem leichten Geschäftswachstum bei HealthCare. Das MaterialScience-Geschäft lag auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis stieg deutlich um 40,9 % auf 0,7 Mrd € (Vorjahr: 0,5 Mrd €). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,90 € (Vorjahr: 0,64 €). Das bereinigte Ergeb-nis je Aktie erhöhte sich um 11,2 % auf 1,29 € (Vorjahr: 1,16 €).
Im 2. Quartal 2011 haben wir mit unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline, insbesondere bei unserem Gerinnungshemmer Xarelto™, bei VEGF Trap-Eye zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makula-Degeneration sowie bei unserem Krebsmedikament Alpharadin™, bedeutende Fortschritte erzielt.
Die Ende des Jahres 2010 angekündigten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung werden planmäßig umgesetzt.

1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2. Quartal 2011

Umsatzerlöse Bayer-Konzern pro Quartal
Der Konzernumsatz wuchs im 2. Quartal 2011 wpb. um 5,4 % auf 9.252 Mio € (nominal +0,8 %; Vorjahr: 9.179 Mio €). Der Umsatz von HealthCare betrug 4.208 Mio € (Vorjahr: 4.305 Mio €). Dies entspricht einem währungs- und portfoliobereinigten Anstieg um 1,8 % (nominal -2,3 %). Bei CropScience erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal wpb. deutlich um 9,2 % auf 1.943 Mio € (nominal +3,1 %; Vorjahr: 1.884 Mio €). MaterialScience konnte seinen Umsatz wpb. um 8,3 % (nominal +3,5 %) auf 2.782 Mio € (Vorjahr: 2.689 Mio €) steigern.
EBIT Bayer-Konzern pro Quartal / EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal
Das EBIT des Bayer-Konzerns verbesserte sich deutlich um 25,9 % auf 1.273 Mio € (Vorjahr: 1.011 Mio €). Die Sondereinflüsse beliefen sich in Summe auf -144 Mio € (Vorjahr: -255 Mio €). Davon entfielen Aufwendungen in Höhe von 179 Mio € auf Restrukturierungen insbesondere bei CropScience und HealthCare. Aus Bewertungsanpassungen bei den Pensionsrückstellungen in Großbritannien resultierte hingegen ein Ertrag in Höhe von 35 Mio €. Das EBIT vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns betrug 1.417 Mio € (Vorjahr: 1.266 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 5,8 % auf 2.035 Mio € (Vorjahr: 1.923 Mio €). Bei HealthCare erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 3,0 % auf 1.156 Mio € (Vorjahr: 1.122 Mio €). Dies beruhte insbesondere auf niedrigeren Kosten bei Pharma. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von CropScience wuchs vor allem aufgrund deutlich höherer Absatzmengen um 23,9 % auf 471 Mio € (Vorjahr: 380 Mio €). Bei MaterialScience blieb das EBITDA vor Sondereinflüssen mit 372 Mio € (Vorjahr: 373 Mio €) auf Vorjahresniveau. Preissteigerungen glichen gestiegene Rohstoff- und Energiekosten mehr als aus. Gegenläufig wirkten höhere operative Kosten und negative Währungseffekte.
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -171 Mio € (Vorjahr: -261 Mio €) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 1.102 Mio € (Vorjahr: 750 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 83 Mio € (Vorjahr: 89 Mio €) sowie ein Zinsergebnis von -64 Mio € (Vorjahr: -138 Mio €). Diese Verbesserung beruhte insbesondere auf einem Zinseffekt im Zusammenhang mit einem steuerlichen Vergleichsverfahren in Brasilien. Dieses führte zugleich zu höheren Steueraufwendungen und damit zu einer höheren Steuerquote. Nach Abzug eines Steueraufwands von insgesamt 356 Mio € (Vorjahr: 221 Mio €) sowie nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2011 ein Konzernergebnis von 747 Mio € (Vorjahr: 530 Mio €).
Brutto-Cashflow pro Quartal / Netto-Cashflow pro Quartal
Den Brutto-Cashflow steigerten wir aufgrund der verbesserten operativen Performance im 2. Quartal 2011 um 18,6 % auf 1.532 Mio € (Vorjahr: 1.292 Mio €). Die Mittelbindung im Working Capital blieb im 2. Quartal 2011 nahezu unverändert. Im Vorjahresquartal konnten hieraus dagegen liquide Mittel freigesetzt werden. Der Netto-Cashflow lag mit 1.530 Mio € auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.545 Mio €).
Die Nettofinanzverschuldung stieg trotz der für das 2. Quartal typischen hohen Auszahlungen für die Dividende, variablen Vergütungen sowie Zinszahlungen nur leicht von 7,1 Mrd € am 31. März 2011 auf 7,4 Mrd € am 30. Juni 2011. Die Nettopensionsverpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorquartal geringfügig von 6,6 Mrd € auf 6,7 Mrd €, insbesondere aufgrund gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen.

1. Halbjahr 2011

Im 1. Halbjahr 2011 konnte der Bayer-Konzern den Umsatz und das Ergebnis erfreulich steigern. Zu dieser Entwicklung trugen alle Teilkonzerne bei.
Der Umsatz stieg wpb. um 7,8 % auf 18.667 Mio € (nominal +6,7 %; Vorjahr: 17.495 Mio €). Dabei erzielte HealthCare ein Wachstum von wpb. 2,9 % (nominal +2,4 %). CropScience konnte den Umsatz durch eine gute Saison in der nördlichen Hemisphäre und aufgrund hoher Agrarrohstoffpreise wpb. erfreulich um 11,4 % (nominal +9,5 %) steigern. MaterialScience trug mit einem Umsatzanstieg von wpb. 13,0 % (nominal +11,5 %) – bedingt durch ein signifikant besseres Preisniveau und eine Ausweitung der Absatzmengen – zu der positiven Entwicklung des Konzernumsatzes bei.
Das EBIT verbesserte sich um 14,5 % auf 2.421 Mio € (Vorjahr: 2.115 Mio €). Die Sondereinflüsse beliefen sich in Summe auf -586 Mio € (Vorjahr: -332 Mio €) und das EBIT vor Sondereinflüssen betrug 3.007 Mio € (Vorjahr: 2.447 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 13,8 % auf 4.267 Mio € (Vorjahr: 3.748 Mio €).
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -384 Mio € (Vorjahr: -505 Mio €) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich auf 2.037 Mio € (Vorjahr: 1.610 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete ein Zinsergebnis von -175 Mio € (Vorjahr: -255 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 608 Mio € (Vorjahr: 449 Mio €) erreichten wir ein Ergebnis nach Steuern von 1.429 Mio € (Vorjahr: 1.161 Mio €).
Nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 1.431 Mio € (Vorjahr: 1.161 Mio €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,73 € (Vorjahr: 1,40 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie erhöhte sich um 19,7 % auf 2,74 € (Vorjahr: 2,29 €); zur Berechnung siehe Kapitel 7.
Der Brutto-Cashflow verbesserte sich um 15,0 % auf 2.841 Mio € (Vorjahr: 2.470 Mio €). Der Netto-Cashflow lag mit 2.331 Mio € leicht über Vorjahr (Vorjahr: 2.277 Mio €). Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich zum 30. Juni 2011 auf 7,4 Mrd € (31. Dezember 2010: 7,9 Mrd €). Die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen sanken im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um 0,5 Mrd € auf 6,7 Mrd €, insbesondere aufgrund gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen.
Letzte Änderung: 28. Juli 2011

http://www.aktionaersbrief-q2-2011.bayer.de/de/finanzlage.aspx

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