Lagebericht
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8. Finanzlage Bayer-Konzern

Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)[Tabelle 13]
 2. Quartal 20102. Quartal 20111. Halbjahr 20101. Halbjahr 2011
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Brutto-Cashflow*1.2921.5322.4702.841
Veränderung Working Capital/Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge253-2-193-510
Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)1.5451.5302.2772.331
Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit -427-965-739-1.540
Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit-1.613-1.443-1.729-1.759
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit-495-878-191-968
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang3.0412.6862.7252.840
Veränderung aus Wechselkurs-/Konzernkreisänderungen5-1117-75
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende2.5511.7972.5511.797
Vorjahreswerte angepasst
* Brutto-Cashflow: Ergebnis nach Steuern zuzüglich Ertragsteueraufwand zuzüglich Finanzergebnis abzüglich gezahlter bzw. geschuldeter Ertragsteuern zuzüglich Abschreibungen zuzüglich bzw. abzüglich Veränderungen der Pensionsrückstellungen abzüglich Gewinne bzw. zuzüglich Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten abzüglich Gewinne aus der Neubewertung bisheriger Vermögenswerte bei stufenweisem Unternehmenserwerb. Die Position Veränderung der Pensionsrückstellungen umfasst sowohl die Korrektur nicht zahlungswirksamer Effekte im operativen Ergebnis (EBIT) als auch Auszahlungen aufgrund unserer Pensionsverpflichtungen.

Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)

Der Brutto-Cashflow des 2. Quartals 2011 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund des besseren operativen Ergebnisses um 18,6 % auf 1.532 Mio €. Während CropScience den Brutto-Cashflow deutlich steigern konnte, blieb er bei MaterialScience und HealthCare nahezu unverändert. Die Mittelbindung im Working Capital blieb im 2. Quartal unverändert, während im Vergleichszeitraum etwa 250 Mio € freigesetzt worden waren. Der Netto-Cashflow des Konzerns lag daher mit 1.530 Mio € auf Vorjahres-Niveau. Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 296 Mio € (Vorjahr: 319 Mio €) enthalten.
Im 1. Halbjahr 2011 erhöhte sich der Brutto-Cashflow vor allem aufgrund des höheren operativen Ergebnisses um 15,0 % auf 2.841 Mio €. Der Netto-Cashflow stieg um 2,4 % auf 2.331 Mio €. Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 520 Mio € (Vorjahr: 493 Mio €) enthalten.

Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im 2. Quartal 2011 sind im Rahmen der investiven Tätigkeit insgesamt 965 Mio € abgeflossen. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken um 18,4 % auf 298 Mio € (Vorjahr: 365 Mio €). Davon entfielen auf HealthCare 101 Mio € (Vorjahr: 129 Mio €), auf CropScience 52 Mio € (Vorjahr: 69 Mio €) und auf MaterialScience 117 Mio € (Vorjahr: 141 Mio €). Hierin sind u. a. Ausgaben für den Ausbau unseres chinesischen Standorts in Shanghai für die Herstellung von Polymer-Produkten enthalten. Die Ausgaben für Akquisitionen in Höhe von 43 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb des Saatgutunternehmens Hornbeck, USA. Für lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte flossen 677 Mio € ab (Vorjahr: 109 Mio €). Zugeflossen sind im 2. Quartal 2011 unter anderem Zins- und Dividendeneinnahmen in Höhe von 14 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2011 flossen im Rahmen der investiven Tätigkeit insgesamt 1.540 Mio € ab. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken um 9,9 % auf 536 Mio € (Vorjahr: 595 Mio €). Davon entfielen auf HealthCare 170 Mio € (Vorjahr: 198 Mio €), auf CropScience 99 Mio € (Vorjahr: 107 Mio €) und auf MaterialScience 218 Mio € (Vorjahr: 247 Mio €). Die Ausgaben für Akquisitionen in Höhe von 148 Mio € (Vorjahr: 17 Mio €) entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb des Tiergesundheitsunternehmens Bomac, Neuseeland, und Hornbeck, USA. Für lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte flossen 1.001 Mio € ab (Vorjahr: 226 Mio €). Zugeflossen sind im 1. Halbjahr 2011 unter anderem Einnahmen aus Desinvestitionen in Höhe von 52 Mio € (Vorjahr: 41 Mio €) sowie Zins- und Dividendeneinnahmen in Höhe von 28 Mio € (Vorjahr: 33 Mio €).

Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen im 2. Quartal 2011 Mittel in Höhe von 1.443 Mio € ab. Hierin enthalten sind Netto-Kreditrückzahlungen in Höhe von 21 Mio € (Vorjahr: 250 Mio €). Die Netto-Zinsausgaben sanken um 12,2 % auf 180 Mio € (Vorjahr: 205 Mio €). Die Auszahlungen für „Gezahlte Dividenden und Kapitalertragsteuer“ lagen bei 1.241 Mio € (Vorjahr: 1.158 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2011 flossen im Rahmen der Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 1.759 Mio € ab. Hierin enthalten sind Netto-Kreditrückzahlungen in Höhe von 235 Mio € (Vorjahr: 280 Mio €). Die Netto-Zinsausgaben sanken um 3,1 % auf 281 Mio € (Vorjahr: 290 Mio €). Die Auszahlungen für „Gezahlte Dividenden und Kapitalertragsteuer“ lagen bei 1.241 Mio € (Vorjahr: 1.158 Mio €).

Flüssige Mittel und Nettofinanzverschuldung

Nettofinanzverschuldung[Tabelle 14]
 31.12.201031.03.201130.06.2011
 in Mio €in Mio €in Mio €
Anleihen/Schuldscheindarlehen8.2097.8607.681
davon Hybridanleihe1.3031.2711.293
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten2.2712.1852.395
Leasingverbindlichkeiten562529521
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten529393343
Sonstige Finanzverbindlichkeiten196189179
- Positive Marktwerte aus der Sicherung bilanzieller Risiken331436373
Finanzverschuldung11.43610.72010.746
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente2.8402.6861.797
- Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte6799321.551
Nettofinanzverschuldung7.9177.1027.398
Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns erhöhte sich zum 30. Juni 2011 auf 7,4 Mrd € (+4,2 %). Hohe Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit haben die Auszahlungen für die Dividendenausschüttung, variable Vergütungen an unsere Mitarbeiter sowie Zinszahlungen teilweise kompensiert. In der Finanzverschuldung enthalten ist die im Juli 2005 begebene nachrangige Hybridanleihe mit 1,3 Mrd €. Bei der Beurteilung der Nettofinanzverschuldung ist zu berücksichtigen, dass die Hybridanleihe von Moody’s zu 75 % und von Standard & Poor’s zu 50 % als Eigenkapital bewertet wird. Verglichen mit klassischem Fremdkapital werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns daher mit der Hybridanleihe deutlich entlastet. Im 2. Quartal 2011 verringerten sich unsere langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 9,9 Mrd € auf 7,3 Mrd €. Gleichzeitig stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 1,9 Mrd € auf 3,9 Mrd €. Dies beruht im Wesentlichen auf der Umklassifizierung der im Jahr 2002 durch Bayer AG emittierten Anleihe im Nominalvolumen von 2 Mrd €, die im April 2012 fällig wird.
Unser langfristiges Emittentenrating bewertet Standard & Poor’s mit „A-“ mit stabilem Ausblick bzw. Moody’s mit „A3“ mit stabilem Ausblick. Die kurzfristigen Bewertungen liegen bei A-2 (Standard & Poor’s) bzw. P-2 (Moody’s). Diese Investment Grade Ratings dokumentieren eine gute Bonität.

Netto-Pensionsverpflichtungen

Netto-Pensionsverpflichtungen[Tabelle 15]
 31.12.201031.03.201130.06.2011
 in Mio €in Mio €in Mio €
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen7.3056.7056.813
- Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen767494
Netto-Pensionsverpflichtung7.2296.6316.719
Im 2. Quartal 2011 erhöhten sich die Netto-Pensionsverpflichtungen leicht insbesondere aufgrund gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen von 6,6 Mrd € auf 6,7 Mrd €.
Letzte Änderung: 28. Juli 2011

http://www.aktionaersbrief-q2-2011.bayer.de/de/finanzlage-bayer-konzern.aspx

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